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Vorab sei betont: den folgenden Text braucht der Businessman nicht zu lesen, er ist für ihn nicht interessant. Überhaupt nicht. Jeder, auch jener, der gerade begonnen hat, ist schon informiert. Er hat alles erfahren. Auch ich habe mich längst schon informiert und möchte mich nur jenem mitteilen, der gerade erst beginnen will. Also, hier der erste Rat. Wenn Sie ein schon erwachsener Mensch sind und sich mit dem Business beschäftigen wollen, vergessen Sie es und kommen Sie nie wieder auf diesen Wunsch zurück! Nichts wird bei Ihnen Nützliches herauskommen, Sie werden nur Nerven lassen, sich und Ihre Lieben verwirren, sich die Laune und das weitere Leben verderben. Solch eine Sache muss man in der Kindheit beginnen. Wenn aber nicht nur die Kindheit und die Pubertät, sondern auch die Jugend schon hinter Ihnen liegt – dann vergessen Sie diese Idee. Sie ist nichts für Sie. Der Zug ist abgefahren. Wenn Sie aber dennoch unbedingt wollen? Wie viele Beispiele sehen Sie? Zum Beispiel hat Ihr Kollege eine wenig einträgliche Ingenieurtätigkeit hingeworfen und …ist zwar nun kein Milliardär, aber er bewegt Lastwagen und Waggons, fährt einen Mercedes, hat sich ein Haus mit 20 Zimmern gebaut…. Und die Oligarchen? Womit haben die begonnen? Und es bohrt und drückt der Gedanke: „Weshalb soll ich schlechter sein?“ Es ist bekannt: wenn etwas nicht sein darf, man es aber sehr möchte, so ist es möglich. Man kann es versuchen. Und ich riskiere es, einen einfachen Test zu kommentieren. Sie erinnern sich an O’Henry: zwei Cowboys hatten nur noch ein Pferd – Rosinante. Der eine Cowboy erschoss den anderen. „Rosinante kann zwei von uns nicht tragen.“ Nun stellen Sie sich vor. Sie und Ihr Freund sind mit nur noch einem Pferd in der Prärie. Würden Sie schießen? Sie zaudern? Sie brauchen nicht mehr nachzudenken: Sie sind schon tot; der Freund hat schneller geschossen. Ihnen erscheint diese Situation ziemlich abwegig, weit weg von Ihrem Leben, ja märchenhaft? Nun gut, bewegen wir uns näher an die Realität. Stellen Sie sich vor: eine (die!) Krise. Alles klar? Sie und Ihr langjähriger Partner haben sich abgestrampelt, schwer geschuftet, viele Dinge ganz nebenbei auf Kredit erworben, manches erledigt…aber Ihr Auftraggeber zahlt nicht. Alles bekannt? Um Ihre Sache steht es schlecht, Sie fliegen beide aus dem Geschäft, die Familien aus dem gewohnten Leben. Wenn Sie aber nun den Partner rauswerfen („ausbooten“ – so sagt man wohl), dann könnten Sie vielleicht allein durchhalten. Und? Sie überlegen schon wieder? Sie brauchen sich nicht weiter zu bemühen: man hat Sie schon „ausgebootet“. Das ist der Sinn des Business. Als erster rauswerfen, ehe man selbst weg ist. Das Geschäftsleben erscheint Ihnen als ziemlich einfache und klare Sache. Ich glaube Ihnen, dass sie schon Erfahrung haben, verworrene und schwierige Probleme zu lösen. Aber versuchen Sie einmal, mit einer ganz einfachen Sache Gewinn zu machen. Und im Business sind Sie geradezu verpflichtet, nur zu gewinnen. Doch machen Sie sich keine Hoffnung Sie sind bei diesem Streben nie allein! Sie werden stets einen Konkurrenten haben. Sie müssen den Konkurrenten abdrängen, überholen, ihm keine Luft lassen – und das stets früher, als er es mit Ihnen tut. Und schauen Sie nicht zurück. „Soll der Verlierer doch weinen, sein Schicksal verfluchen!“ Sie haben danach dann schon wieder einen neuen Konkurrenten. Können Sie das ertragen? Nur so und nicht anders geht es. Die Mythen über die Tellerwäscher, die mit eigenen Entdeckungen zu Milliardären wurden: alles nur Märchen! Hat etwa Bill Gates den Computer erfunden? Er hat sich dem Business in dieser Sphäre gewidmet und alle Konkurrenten „rausgeworfen“, deren es viele gab und gibt. Und er drängt auch die Verbliebenen weiter aus dem Geschäft. Haben Sie nun verstanden, warum Sie kein erfolgreicher Businessman sind? Einer meiner Klassenkameraden, ein Physikprofessor, wollte in der Zeit der Perestrojka mit dem Baugeschäft reich werden: eine Siedlung en gros bauen und dann die Häuser en detail verkaufen. Er war überzeugt, dass diese Sache viel einfacher ist, als die Tiefe physikalischer Probleme. Ich versuchte ihm abzuraten und empfahl ihm, zur Übung nur ein kleines Häuschen zu errichten und zu schauen, wie die Sache läuft. Er hat nicht auf mich gehört. Es sind 20 Jahre vergangen. Anstelle einer Siedlung gibt es ein nicht fertig gebautes Landhaus und einen Infarkt in der Krankenakte. Soviel dazu, dass der Geschäftsmann zumindest ein kräftiges Herz haben sollte. Ist Ihre Gesundheit stabil genug? Die Tochter des Professors ist heute 20 Jahre alt. Und baut nun ihr ganzes Leben lang an einem Haus, kennt nichts anderes mehr. Interessiert Sie ein solches Business? Und noch eine Fehlerquelle: Sie wollen Geschäftsmann werden, bieten aber Ihre Ideen anderen an. Man nimmt aber weder Sie, noch Ihre Ideen. Und für letztere zahlt man auch nicht. Merken Sie den Unterschied? Sie wenden sich an diejenigen, die schon drin sind im Geschäft, Sie aber wollen da erst rein. Das Wollen ist nicht schädlich, aber warum soll man Ihnen – sozusagen auf Vorschuss – glauben? Zeigen Sie erst einmal, dass Sie irgendetwas können. Irgendetwas. Sie können nichts anbieten? Welchen Vorschuss dann? Niemand zahlt Ihnen einen solchen, und auch ich würde Ihnen nichts geben. Es vergehen die Jahre, und Sie wollen es immer noch versuchen. Sie erinnern sich daran, wie Sie es schon einmal wollten. Doch glauben sie mir: Wenn es damals schon nicht geklappt hat, warum sollte es jetzt funktionieren? Sie sind schließlich älter geworden, d.h. schlechter...Und schon deshalb wird es Ihnen nicht gelingen, die anderen einzuholen. Dann laufen Sie doch besser sportlich durch die Natur. Und jetzt sollten Sie noch einmal am Anfang des Textes den ersten – und wie Sie hoffentlich inzwischen gemerkt haben, – einzig wahren Ratschlag lesen. Habe ich Sie überzeugt? |
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