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Laut Medienberichten - nach unserem Verständnis In Dresden 1. März 2010 Gesellschaft und Ereignisse. Über 15 000 Dresdnerinnen und Dresdner sowie viele Gäste beteiligten sich am 13. Februar an einer Menschenkette. Damit hat Dresden den aus ganz Deutschland angereisten 6.400 Nazis klar die Stirn geboten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 7.400 Beamten im Einsatz. 12 Reisebusse und 8 Autos sowie einige Geschäfte wurden beschädigt. Mindestens 27 Menschen seien verletzt worden, darunter 15 Beamte. 29 Demonstranten kamen vorübergehend in Gewahrsam. 8 Personen wurden wegen Sachbeschädigung festgenommen. Erstmals seit mehreren Jahren könnten die Rechten nicht durch Dresden ziehen. Ab 13. Februar hatte das Spezialeinsatzkommando der sächsischen Polizei erstmals ein neues Distanzmittel in seiner Ausrüstung. Es handelt sich um eine Druckluftpistole. Verschossen werden Pfeffer, der sich in dünnen Kunststoffkapseln befindet, die beim Aufprall auf dem Körper zerspringen. Im vergangenen Jahr hat die Brutalität von rechtsmotivierten Angriffen in Sachsen deutlich zugenommen. Im Vorjahr wurden nach Angaben der Opferberatungsstelle 401 Angriffe registriert. 446 Personen seien von Angriffen 2009 betroffen gewesen. In Sachsen gibt es so viele Handwerksbetriebe wie noch nie seit der Wende. Mit 58.613 Firmen wurden im vergangenen Jahr 421 Unternehmen mehr verzeichnet als 2008. Mehr als 300.000 Menschen sind im sächsischen Handwerk beschäftigt. Auf 1000 Einwohner entfallen im Freistaat 14 Betriebe. Im bundesweiten Durchschnitt sind es dagegen weniger als 12 Firmen. Seit 20 Jahren nimmt die Zahl der Schüler im Freistaat ab, und deshalb hat Sachsen zu viele Lehrer. In diesem Jahr gibt es in Sachsen noch immer 1000 Lehrerstellen mehr, als der Haushalt des Landes es zulässt. In den beiden folgenden Schuljahren ergäben sich so Mehrkosten von rund 96 Millionen Euro. Aber bereits ab 2012 könnten in Sachsen wieder Lehrer fehlen, weil in den nächsten 10 Jahren rund 15.000 Pädagogen in Rente gehen werden. Die Landeshauptstadt Dresden beteiligt sich am Bundesprogramm Kommunal-Kombi. Mit ihm konnten bis Ende 2009 187 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die ehemaligen Langzeitarbeitslosen arbeiten in verschiedenen Sparten, z. B. im Umwelt- und Naturschutz, in der Behindertenbetreuung, als Schachbetreuer im Sport oder als musikpädagogische Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe. An der Finanzierung beteiligen sich neben der Stadt Dresden auch der Europäische Sozialfonds (ESF), der Bund und das Land. Insgesamt wird das Projekt in Dresden in nächsten drei Jahren mit 6,5 Mio. € gefördert. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr in Sachsen die Rekordsumme von knapp 1,8 Milliarden € für Arzneimittel ausgegeben. Das entspricht einem Anstieg gegenüber 2008 um 6,1%. Die Gewerkschaftsforderung nach 5% mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst bedeutet für Dresden Mehrkosten von 11 Millionen Euro im laufenden Jahr. Bezieht man die Mitarbeiter der städtischen Eigenbetriebe ein, betrügen die Mehrkosten 15 Millionen Euro. Die Zahl der Rechtsanwälte in Sachsen betrug zum 31. Dezember 2009 genau 4.635. Das Plus gegenüber dem Vorjahr liegt bei 0,8%. Von 8. bis 12. Februar wurde die Elbe an der Albert-, Carola-, Augustus- und Marienbrücke sowie im Bereich Übigau auf einer Fläche von 108.832 Quadratmetern nach Bomben aus den Zweiten Weltkrieg abgesucht. Fünf Bomben wurden an den vergangenen fünf Jahren gefunden. An rund 80% aller Haltestellen in Dresden können Fahrgäste in Rollstühlen die Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) erreichen und verlassen. Bis 2015 soll es bei den Verkehrsbetrieben keine Hindernisse mehr geben für Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist. Der zurückliegende Januar war mit einer Durchschnittstemperatur von minus 4,4 Grad Celsius der kälteste Januar seit 1987. Der Heizenergieverbrauch lag um etwa 25% über dem mittleren Monatsbedarf der letzten 10 Jahre. Umwelt. Bis 13. Januar konnten die Dresdner ihren ausgedienten Weihnachtsbaum kostenlos in einem der 106 ausgestellten Container entsorgen oder zu einer der zehn Annahmestellen bringen. Mehr als 250 Tonnen, das entspricht etwa 60.000 Weihnachtsbäumen, wurden zur späteren Kompostierung gesammelt. Um Abfälle noch richtiger zu sortieren, wurde der Handzettel „Abfallentsorgung in Haushalten“ entwickelt und in mehrere Sprachen übersetzt. Was in welchen Abfallbehälter oder Wertstoffcontainer gehört, kann man nun auch in englischer, russischer, vietnamesischer, türkischer, arabischer, chinesischer, polnischer und tschechischer Sprache erfahren. Dresden verfügt in seinen Wäldern über ein ausgedehntes, etwa 100 Kilometer langes Reitwegenetz. Jeder, der reiten möchte, erwirbt die Jahresreitmarke (10 €) oder 4-Wochen Reitmarke (2,50 €). Die Abgabe wird für die Instandsetzung von Reitschäden an den Waldwegen verwendet. Abgabebefreit sind Pferdehalter, deren Pferde ausschließlich für die Betreuung Behinderter gehalten werden. Gemeinsam mit der Stadtreinigung Dresden startete im Februar 2010 das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft das Modellprojekt „HaiDog“. Dazu wurden 28 mit Beutelspendern ausgerüstete Entsorgungsbehälter für den Hundekot aufgestellt. Die Kosten für Anschaffung und Aufstellung betrugen insgesamt rund 62.000 €. Die Gesamtkosten betragen 35.000 € pro Jahr. Nach Ablauf dieser 5 Jahre verringern sich die Kosten auf 18.200 € jährlich. Der Projektzeitraum ist zunächst für ein Jahr vorgesehen. Nach einem halben Jahr wird Zwischenbilanz gezogen, wie diese Einrichtungen von den Hundebesitzern angenommen werden. Unter dem Motto „Auf zu sauberen Ufern“ findet am 27. März zum 15. Mal die traditionelle Elbwiesenreinigung statt. Es sollen rund 30 Kilometer Elbufer gereinigt werden. Wohltätigkeit. Für die Erdbebenopfer in Haiti hat die Diakonie in Sachsen rund 160.000 € gesammelt. Am 9. Februar fand im Kulturpalast Dresden ein Benefizkonzert statt, dessen Einnahmen für die DRK-Hilfe in Haiti verwendet werden. Am 2. Februar fand bei Sarrasani die „Galanacht der Stars“ statt. Der Erlös des Abends ging zu 100% an die „Deutsche Selbsthilfe Angeborene Immundefekte e. V“. Es kamen 26.820 € zusammen, die nun für kleine Patienten mit dem chronisch defekten Immunsystem zur Behandlung dienen. Kultur. Die Zahl der Kinobesucher in Dresden beläuft sich auf 1,6 bis 1,7 Mio. 1992 betrug die Zahl noch weniger als 1 Mio. Sie erreichte 2001 mit 2,3 Mio. ein vorläufiges Maximum. Damit gehen die Dresdner durchschnittlich dreimal jährlich ins Kino. Unter dem Titel „Der Zug blieb stehen“ lud vom 9. bis 26. Februar eine Ausstellung mit Gedächtnisprotokollen und Fotografien von Kriegskindern in den Lichthof des Rathauses ein. Die Ausstellung erzählte von den Menschen, die auf der Flucht aus Oberschlesien in einem Zug waren, der am 13. Februar vor dem brennenden Dresden stehen blieb. Das rettete ihr Leben. Seit der Weihe am 30. Oktober 2005 haben 9 Millionen Menschen die Dresdner Frauenkirche besucht. Mehr als 2 Mio. Menschen haben über 800 Gottesdienste gefeiert oder an den 2.200 Andachten teilgenommen. Im Rahmen des musikalischen Programms in diesem Jahr werden renommierte Künstler aus über 20 Ländern dieser Welt ihre Stimmen und Instrumente erklingen lassen. Interkultur Am 9. Februar fand im Deutsch-Russischen Kulturinstitut die Sitzung des Koordinationsrates der Landsleute Dresdens statt. An der Sitzung nahmen die Vertreter des Institutes, der Kunstarche e.V., des Kreativen Zentrums „Omnibus“, der Schule "Kolibri", der Schule "Regenbogen", der Zeitung „Stimme im Internet“, sowie der Rechtsanwalt J. Iwanow teil. Am 14. Februar feierten die in Dresden lebenden Chinesen und Vietnamesen den ersten Tag des neuen Mondjahres – das „Jahr des Tigers“. Es ist ein traditionelles Fest der Familie, das auch Anlass ist, der Ahnen zu gedenken. Am 23. Februar fand ein literarischer Abend zum 150-jährigen Geburtstag des russischen Schriftstellers Anton Tschechow in der Jüdischen Gemeinde statt. Zum Programm gehörten auch ein Auftritt der Kinder aus russischer Schule „Kolibri“, kurze Filme und die Lesung von Essays von Thomas Mann über Tschechow. Partnerstadt. Am 5. Februar begann das 61. Schneefestival in der japanischen Stadt Sapporo. Eine Nachbildung der Dresdner Frauenkirche ist die Attraktion dieses Festivals. Als Schneekünstler kamen rund 150 japanische Soldaten zum Einsatz. Sie formten die 28 Meter hohe Kopie aus 500 Lkw-Ladungen Schnee. Sport. Vom 10. bis 18. Februar wurde im Hotel „Ramada“ die 12. Europäische Senioren-Mannschaftsmeisterschaft im Schach durchgeführt. 78 Mannschaften aus 20 Ländern gingen an die Bretter. Auch Teams aus den Partnerstädten Salzburg und St. Petersburg waren mit am Zug. 1. Februar 2010 Die Stadt trug den ganzen Januar über ein frostiges Winterkleid. Gesellschaft und Ereignisse. 2009 wurden in Dresden insgesamt 6904 Kinder geboren, was die höchste Geburtenzahl seit der Wende ist. Darunter waren 133 Zwillings- und fünf Drillingspaare. Geburtenstärkster Monat des vergangenen Jahres war der September, der März dagegen der geburtenschwächste. Erstmalig aufgenommen wurden in das Register die Mädchennamen Hai, Herrmine, Pandora, Pekka-Lu, Pippilotta und Secunda. Bei den Jungen wurden zum ersten Mal die Vornamen Adeep, Cube, German, Herzeleide, Hildegard, Kyrill, Maximus und Sunshine vergeben. 23 Standesbeamte führten 2009 insgesamt 1949 Eheschließungen durch. Das Standesamt registrierte dabei 163 Ehen von ausländischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus 55 verschiedenen Nationalitäten. Der August war der begehrteste Monat mit 254 Eheschließungen, wohingegen im Januar nur 41 Paare heirateten. Zudem wurden letztes Jahr 38 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften begründet, davon 19 zwischen Frauen und 19 zwischen Männern. Im vergangenen Jahr wurden 871 Ehe-Scheidungen registriert, was etwas weniger als 2008 ist. Über 400 von ihnen waren schon länger als 20 Jahre miteinander verheiratet. In den nächsten Jahren werden den sächsischen Kommunen weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Darum muss die Stadt die geplanten Investitionen für 2010 und 2011 auf den Prüfstand stellen. Der Freistaat Sachsen hatte verkündet, dass in den Jahren 2011 und 2012 jeweils 700 Mio. € weniger für die Städte und Gemeinden zur Verfügung stehen. Die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen hat bereits zum fünften Mal an der Verbrauchermesse „Grüne Woche“ teilgenommen, die vom 15. bis 24. Januar in Berlin stattfand. Als größter Weinproduzent im Freistaat Sachsen zeigten die Meißner Winzer dort erfolgreich Flagge. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert der Gesetzgeber die Umstellung auf regenerative Energien wie Wind und Sonne. Stromnetzbetreiber haben deshalb zum 1. Januar 20010 eine Erhöhung der Netzentgelte angezeigt. Die „Drewag“ erhöht zum 1. März 2010 den Strompreis um 1.8 Cent pro Kilowattstunde auf 20,91 Cent pro Kilowattstunde. Die Opfer auf Haiti bekommen auch Hilfe aus Dresden. Für das Bündnis „Dresden hilft“ startet die Hilfsorganisation Arche noVa – Initiative für Menschen in Not e. V. ihren Nothilfeeinsatz in der Karibik. Sechs Mitarbeiter und zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen wollen pro Tag 10.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgen. Außerdem werden Dresdner Nothilfepakete verteilt. Das Arche-Team arbeitet mit den Helfern der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) und des THW (Technisches Hilfswerk), die bereits vor Ort sind, eng zusammen. Die Landeshauptstadt Dresden hat mit der Erstellung eines neuen Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) begonnen. Ziel ist es, bis Mitte nächsten Jahres dem Stadtrat ein Verkehrskonzept vorzulegen, das detaillierte Prognosen und Maßnahmen zur Mobilität in Dresden für die nächsten Jahre liefert. Dresden rüstet sich damit für Veränderungen, die der demografische Wandel und wirtschaftliche Entwicklungen mit sich bringen werden. Am 11. Januar wurde feierlich eine neue Kindertageseinrichtung in Loschwitz eröffnet. Insgesamt sind 135 Plätze entstanden. Der Bau kostete insgesamt 2,32 Mio. €. Auf dem Nachbargrundstück ist der Bau einer Grundschule geplant. Am 13. Januar ertönten in Dresden die Sirenen zum Probealarm. Die Stadt testete ihre Anlagen, damit das Warnsystem für die Bevölkerung im Ernstfall einwandfrei funktioniert. Mit knapp 200 Anlagen verfügt Dresden über eines der modernsten Sirenen-Warnsysteme in ganz Deutschland. Besonderheit in Dresden ist, dass zusätzlich zu den Signaltönen auch Sprachdurchsagen gesendet werden können. Ab 18. Januar werden im Auftrag der Stadt 12.000 Haushalte befragt. Die Stadtverwaltung sowie die Vertreter der Mieter und Vermieter haben sich das Ziel gesetzt, im November 2010 einen neuen Mietspiegel vorzulegen. Seit über zehn Jahren ist der Dresdner Mietspiegel eine verlässliche Übersicht zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Schweinegrippe-Welle in Sachsen ist zum Jahreswechsel deutlich abgeebbt. In der Weihnachtswoche wurden nach Angaben des Sozialministeriums nur noch etwa 200 neue Infektionen registriert. Auf dem Scheitelpunkt der Welle im November waren es etwa 2300 Fälle innerhalb einer Woche. Wirtschaft. Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Globalfoundries, der letztes Jahr die Fertigungsstätten von AMD im Dresdner Norden übernommen hat, und sein ehemaliger Konkurrent, Chartered Semiconductors aus Singapur, gehen eine Kooperation ein. So sollen einander ergänzende Geschäftsfelder beider Unternehmen optimal genutzt werden. Das Unternehmen will damit die Kapazitäten in Dresden als Produktionsstätte für die Entwicklung und Fertigung neuer Spitzentechnologie ausbauen und durch die Kooperation seine internationale Marktposition deutlich festigen. Diese Entwicklung zeigt, dass Dresden in der globalisierten Wirtschaft auch Maßstäbe setzen kann. Zurzeit sind in der Region Dresden rund 40.000 Menschen in diesem Sektor beschäftigt und nach wie vor werden junge spezialisierte Fachkräfte gesucht. Ausbildung. Die Volkshochschule (VHS) hat ihr neues Frühjahrs- und Sommerprogramm veröffentlicht. Sie bietet über 2000 Kurse an. Größter Abschnitt des Angebotes sind die 550 Sprachkurse mit insgesamt 27 Sprachen. Neuerdings kann sogar Vietnamesisch erlernt werden. Monatlich gibt es an der VHS auch Einbürgerungstests. Vom 22. bis 24. Januar fand zum 12. Mal die größte Bildungs- und Gründungsmesse Sachsens statt, die „KarriereStart“. Die Besucher konnten sich wieder über Berufsorientierung, Ausbildung oder Studium, Weiterbildung, Existenzgründung und Unternehmensentwicklung sowie über Personalmanagement und Zeitarbeit informieren. 300 Aussteller waren vertreten. Gedenken. Am 27. Januar gedachten Dresdnerinnen und Dresdner der Opfer des Nationalsozialismus. In der Gedenkstätte Münchner Platz fand eine Veranstaltung statt. Eine weitere Veranstaltung gab es im Plenarsaal des Sächsischen Landtags. Am 13. Februar sind aus Anlass der verheerenden Luftangriffe vor 65 Jahren alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich einer Menschenkette unter dem Leitsatz „Erinnern und Handeln. Für mein Dresden.“ anzuschließen. „…Nur so können wir kraftvoll und eindringlich an die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1945 erinnern und unsere Stadt vor Gewalt und Extremismus beschützen“, sagt die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Es sind weitere Veranstaltungen geplant: die traditionelle Kranzniederlegung an der Gedenkmauer auf dem Heidefriedhof, stilles Gedenken vor der Frauenkirche, die Gedenkveranstaltung auf dem Neumarkt; Symbol des stillen Gedenkens werden weiße Rosen sein. Kultur. Das Stadtarchiv Dresden zeigt bis zum 19 März die Ausstellung „Schätze des Stadtarchivs aus acht Jahrhunderten“. Sie entstand anlässlich eines Jubiläums: Seit zehn Jahren befindet sich das Stadtarchiv auf dem Gelände der ehemaligen Sächsisch-Königlichen Heeresbäckerei. Die Ausstellung lädt zu einem Streifzug durch die 800-jährige Geschichte der Stadt ein. In Mittelpunkt steht eine Ratsurkunde, die aus dem Jahre 1260 stammt und damit das älteste Dokument des Stadtarchivs ist. Unter dem Titel „Einhorn 2010“ lud vom 12. bis 29. Januar eine Ausstellung der Jugend&KunstSchule Dresden in den Lichthof des Rathauses ein. Die 6. Regionalausstellung der Kinder und Jugendgalerie EINHORN 2010 zeigte Malerei, Collagen, Grafiken, Keramiken, Porzellan aus Dresden und der polnischen Partnerstadt Wroclaw. Mehr als 550 Kinder und Jugendliche hatten ihre Werke eingereicht, aus denen eine Jury rund 400 Arbeiten für die Ausstellung auswählte. Dieses Ausstellungsprojekt wurde bereits 2000 mit dem UNICEF-Kinderrechtsorden geehrt. Am 30. Januar fand die erste Veranstaltung des neuen Jazzclubs Dresden im historischen Gewölbekeller des Kurländer Palais Dresden statt. Die Gäste erlebten Jazz zum Zuhören, zum Tanzen und Entspannen. Vom 15. bis 17.Januar fand die 16. Motorradmesse Sachsen Krad im Dresdner Ostragehege statt. Alle, die in der Branche Rang und Namen haben, waren auf der Sachsen Krad dabei. Jeder Vierte in Deutschland ist an Motorrädern interessiert. Die Potenziale im Motorradmarkt wachsen kontinuierlich. Stargeiger Andre Rieu spielte am 19. Januar in der Dresdner Messe. Er feierte dort gemeinsam mit seinen Fans sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Vom 29. bis 31. Januar präsentierten sich wieder Aussteller aus Deutschland und der ganzen Welt auf dem 16. Dresdner ReiseMarkt und verführten die Besucher mit tollen Urlaubsangeboten. Das Partnerland in diesem Jahr ist Ungarn. Umwelt. Im Januar und Februar werden am Rand des Pappelwäldchens Loschwitz rund 100 Bäume, die ihre natürliche Altersgrenze erreicht haben, gefällt. So wird Platz geschaffen für die jungen Bäume, die bereits dort wachsen. Die Redaktion wünscht den Lesern ein erfolgreiches neues Jahr! 1. Januar 2010 Gesellschaft und Ereignisse. Im Dezember wird traditionell viel gefeiert, mit der Adventszeit, Weihnachten und Silvester. Am 5. Dezember fand auf dem Striezelmarkt das 16. Stollenfest statt. 3,15 Meter lang, 1,58 Meter breit und 70 Zentimeter hoch – das waren Gardemaße des diesjährigen Riesenstollens. Am 19. Dezember bildete das Bergmannfest mit der Bergparade den Abschluss der Adventswochenenden. Mehr als 500 Trachtenträger und Bergmusiker aus fast allen sächsischen Bergbaugebieten sowie aus Tschechien nahmen an dem Umzug teil. Dieser begann auf dem Neumarkt und führte über den Striezelmarkt zum Kulturpalast, wo die traditionelle Abschlusszeremonie stattfand. Insgesamt hat Dresden 13 Partnerstädte. Die Städterpartnerschaft zwischen Dresden und Breslau beging in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Aus diesem Grund führten der Freistaat und die Landeshauptstadt am 1. Dezember gemeinsame Veranstaltungen durch, unter anderem mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Deutsch-Polnische Wirtschaftskooperation“, einer Ausstellungseröffnung zum Thema „10 Jahre Zusammenarbeit – Sachsen und Niederschlesien“ sowie einem gemeinsamen Empfang von Ministerpräsident und Oberbürgermeisterin. Auf der Jahresversammlung des europäischen Verkehrsnetzwerkes POLIS in Brüssel am 9. Dezember wurde Dresden zur führenden Stadt für das Jahr 2010 gewählt. POLIS ist ein Verband von europäischen Städten und Regionen, der sich mit Verkehrs- und Mobilitätsthemen beschäftigt. Derzeit sind etwa 70 Städte und Regionen, regionale Behörden, ÖPNV- Unternehmen, Verkehrs- und Mobilitätsbehörden und Forschungsinstitute aus 17 europäischen Ländern Mitglied. Dresden ist seit 2004 dabei. Oberbürgermeisterin Helma Orosz übergab im Staudengarten am Königsufer eine Bank, die Ministerpräsident Stanislaw Tillich gewidmet ist. Die Bank war ein Geburtstagsgeschenk zu seinem 50. Geburtstag im April. Angesichts der angespannten Haushaltssituation zahlt der Freistaat Sachsen in diesem Jahr keine Leistungsprämien an besonders engagierte Lehrer. 2008 war auf diese Weise das besondere Engagement von rund 2.500 Lehrer landesweit mit insgesamt mehr als 3,5 Mio. € gewürdigt worden. Am 11. Dezember stellten das Stadtplanungsamt Dresden und die TU Dresden die Ergebnisse einer Umfrage zum städtischen Verkehr vor. Ergebnis: Zum einen wird das Fahrrad als Fortbewegungsmittel immer attraktiver, zum anderen verzichten immer mehr Bürger gänzlich auf ein Auto. So hat sich die Zahl der Radfahrer seit 1994 verdoppelt und der Anteil der Haushalte, die überhaupt kein Auto mehr besitzen, ist auf 40% gestiegen. Die beiden Stadtgebiete Dresden- West/Friedrichstadt und Nördliche Vorstadt werden in den nächsten Jahren mit insgesamt 12,6 Mio. € unterstützt. Das ist das Ergebnis der erfolgreichen Bewerbung der Landeshauptstadt um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Wohltätigkeit. Am 21. Dezember fand die Veranstaltung „Weihnachten im Dresdner Rathaus“ unter der Schirmherrschaft von OB Helma Orosz statt. Rund 300 Kinder aus Heimen und Behinderteneinrichtungen der Stadt waren eingeladen. Die Darsteller vom Dresdner Striezelmarkt zeigten ein Programm, bevor der Weihnachtsmann jedem Kind ein persönliches Geschenk überreichte. Vier evangelische und zwei katholische Kirchengemeinden öffneten, zusammen mit der Dresdner Heilsarmee, ihre Türen als „Nachtcafés“ für wohnungslose Menschen. Dieses Angebot gilt bis zum 31. März an jedem Tag von 20 bis 7 Uhr. Die Wohnungslosen können duschen und Wäsche zu waschen. Sie erhalten ein warmes Abendbrot und ein Frühstück. An bestimmten Tagen stehen zudem Ärzte zur medizinischen Betreuung sowie eine Friseuse ehrenamtlich zur Verfügung. Die Dresdner „Nachtcafes“ finanzieren sich außer durch einen Bundes-Zuschuss für die Personalkosten der drei Betreuer lediglich über Sach- und Geldspenden. Am 29. November startete der Sozialbürgermeister im Rathaus die „Aktion Hoffnung“. Er nahm Spendepakete der Dresdnerinnen und Dresdner für einen ersten Hilfstransport nach Saporoschje/Ukraine entgegen. Sie kommen vor allem Kindern in Kinderheimen, Internaten und kinderreichen Familien zugute. An beiden Adventssonntagen kamen insgesamt 409 Spender mit 712 Paketen und Päckchen oder Beuteln an die Goldene Pforte des Dresdner Rathauses. Zur Finanzierung der Hilfstransporte wurden 609 € gespendet. Am 14/15. Dezember ging die große Reise in Richtung Ukraine los. Ausbildung. Der gebürtige Ukrainer Zachaar Goldberg dürfte sachsenweit der älteste Schüler sein. Er erlernt seit einem Jahr an der Euro-Schule in Dresden die deutsche Sprache. Am 28. November feierte er seinen 90. Geburtstag. Sein Motto: Nicht neidisch sein auf andere Leute. Sein deutsches Lieblingswort ist „gut“. Das Dresdner Studentenwerk feierte am 2. Dezember seinen 90. Geburtstag. Die heute an allen Hochschulen existierenden Einrichtungen dieser Art sind eine Erfindung aus Dresden! Im Dezember 1919 hatten Dresdner Studenten und Professoren die Hochschul-Wirtschaftsgenossenschaft gegründet, um die wirtschaftliche Lage der Studenten zu verbessern. Die Studentenwerke kümmern sich um die Studienfinanzierung, Verpflegung in der Mensa, bieten Plätze in den Wohnheimen an, aber auch Kita-Plätze für Studentenkinder. Heute betreut das Studentenwerk Dresden etwa 47.000 Studenten von neun Hochschulen in Dresden, Zittau und Görlitz. Umwelt. Mit der Anpflanzung von 95 Roteeichen im November endete die 2001 begonnene Erneuerung des Baumbestandes auf der Stübelallee. Nun wachsen dort in vier Mittelreihen 570 Linden und in den Außenreihen 167 junge Roteeichen. Finanziert wurden die Pflanzungen hauptsächlich durch die DREWAG-Stadtwerke Dresden GmbH. Die Stübelallee wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Im Dezember pflanzte die Stadtverwaltung Dresden auf dem Postplatz zwölf Zieräpfel und 22 Vogelkirschen. Die Anpflanzungen sind Teil des Aufwertungskonzeptes für die Innenstadt. Die Kosten für die Bäume betragen etwa 6.000 €. Um die Hochwasservorsorge im Bereich der Elbe für die Stadt Dresden zu verbessern, vereinbarte das Umweltamt Dresden mit dem tschechischen Wasserwirtschaftsbetrieb die Verlängerung und Erweiterung der unmittelbaren Zusammenarbeit. Am 16. Dezember unterschrieben die Oberbürgermeisterin Helma Orosz und der Generaldirektor des tschechischen Staatsbetriebes, T. Vanek, die Verlängerung der Kooperationsvereinbarung. Kultur. Am 14. Dezember eröffnete OB Helma Orosz im Lichthof unter dem Titel „In guter Verfassung“ eine Ausstellung über Demokratie-Prinzipien und Extremismus-Gefahren. Die Ausstellung wollte zum einen für links- und rechtsextremistischen Bestrebungen sensibilisieren, die unsere Demokratie gefährden können, und zum anderen zu engagiertem Eintreten für demokratische Freiheiten und gegen extremistische Ziele und Aktivitäten ermuntern. Am 18. Dezember eröffnete in der Galerie „Moskau Vernissage“ (Neumarkt 7) eine Ausstellung mit Werken der russischen Kunstmalerin Larisa Belima „Apotheose“. Die Exposition weckte auch die Aufmerksamkeit der russischen Kunstmaler, die in Dresden leben und wirken. Die Aufmerksamkeit der Kollegen ist wichtig, aber noch wichtiger ist das Interesse der professionellen Manager, von denen nicht wenige zur die Vernissage kamen. Alle bewunderten den originellen leuchtenden Stil. Die Gäste scherzten auch über den Moskauer Winter, den die Kunstmalerin offenbar mitgebracht hatte. Die Galerie arbeitet im Stadtzentrum schon mehr als ein Jahr und stellt Porzellankreationen zusammen mit moderner russischer Malerei vor. Diese originelle Kombination stört nicht, im Gegenteil, sie ergänzt einander gut. In der Stadt gibt es einige Kunstmuseen und mehr als 100 Galerien, und unter ihnen bekleidet „Moskau Vernissage“ einen würdigen Platz. Völker nähern sich bekanntlich vor allem auch über das Wirken von Managern, Kulturschaffenden, Sportlern und Migranten. Leider ist unter den Selbständigen in Russland diese Neigung nicht sehr vertreten, deshalb machen sie sich rar in dieser Beziehung.
Justiz. In einer Pirnaer Kita gab es angeblich einen Fall von Kindswohlgefährdung. Die Kinder wurden während des Mittagsschlafes in ihren Betten fixiert. So sollten sie zum Schlafen „animiert“ werden. Alle drei betroffenen Erzieherinnen bekamen die Kündigung und eine Anzeige wegen Verletzung der Fürsorgepflicht. Die meisten Eltern sahen in der Behandlung ihrer Sprösslinge keinen Grund zur Aufregung und baten, die Kündigungen zurückzunehmen. Im vergangenen Jahr wurden in Dresden 1.899 Fahrräder geklaut. Nur 7,2% wurden wiedergefunden. Für mehr Sicherheit sollten persönliche Codes eingraviert werden. |