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Laut Medienberichten - nach unserem Verständnis In Dresden 1. August 2010 Im Juli brannte die Sonne, der Asphalt flimmerte und das Quecksilber zeigte Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke. Alle stöhnten.
Gesellschaft und Ereignisse. In Dresden werden im kommenden Jahr 800 Langzeitarbeitslose staatlich subventionierte Jobs im Zuge des Förderprogramms „Bürgerarbeit“ von Bund und EU erhalten. Die Kandidaten sollen gemeinnützige Arbeiten in sozialen Einrichtungen erledigen. Die für 30 Wochenstunden ausgelegte Arbeit wird mit bis zu 1080 € Monatsbrutto entlohnt. Der Freistaat stellt zusätzlich 5 Mio. € zur Beseitigung der Winterschäden auf seinen Straßen bereit. Zusammen mit diesem Geld hat Sachsen bisher insgesamt 31,8 Mio. € für die Erneuerung der Staatsstraßen ausgegeben. Im Vorjahr waren es nur 26,9 Mio. €. Die Staatsstraßen haben eine Gesamtlänge von knapp 4 800 Kilometern. Anders als bisher von der Stadt immer behauptet, ist Dresden längst nicht mehr schuldenfrei. Das statistische Landesamt wies für Dresden zum 31. Dezember 2009 einen Schuldenstand von 114,9 Mio. Euro aus. Durch verschiedene Kreditschäfte wird die Stadt noch 730 Mio. weitere Verbindlichkeiten haben. Der Verlust des Welterbetitels hat erhebliche finanzielle Folgen für die Stadt: Dresden hat auf rund 10 Mio. Euro aus einem Förderprogramm des Bundes für Welterbestätten verzichten müssen. Dresdens Stadtrat hat jährliche Zuschüsse von je 50.000 € für das Stadtfest beschlossen. In diesem Jahr findet es vom 20. bis zum 22. August statt. Eine Delegation der chinesischen Partnerstadt Hangzhou besuchte die Landeshauptstadt. Die Gäste wollen die Zusammenarbeit mit deutschen Institutionen ausbauen und sind besonders daran interessiert, Kontakte zu Dresdner Unternehmen herzustellen. Rund 640 Sachsen gehen derzeit im Freistaat als Hilfspolizisten freiwillig auf Streife. Die Hilfspolizisten haben 60 Stunden Ausbildung absolviert und sind mit Dienstausweis, Funkgerät und Pfefferspray ausgerüstet. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadtumbau Ost wurden in den vergangenen Jahren in Dresden rund 5.000 Wohnungen abgerissen. Mit 33.000 Quadratmetern vermieteter Bürofläche im ersten Halbjahr 2010 zeigt sich am Dresdner Markt eine positive Belebung. Zusätzlich mit dem Verkauf eines 4.000 Quadratmeter großen Sanierungsobjektes an Eigennutzer sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 27% zu verzeichnen. Fast alle Zweitklässler in Sachsen haben den Schwimmunterricht erfolgreich mit dem Zertifikat „Seepferdchen“ beendet. Die Kinder müssen vom Beckenrand ins Wasser springen, 25 Meter schwimmen und nach einem Gegenstand im flachen Wasser tauchen. Seit dem Schuljahr 2008/2009 wird in Sachsen der Schwimmunterricht bereits in der zweiten Klasse angeboten. Zuvor war dies ab der 3 Klasse der Fall. Im Zoo öffnete das moderne Prof.- Brandes-Haus seine Pforten. Die als Tropenhaus konzipierte Anlage beherbergt neben verschiedenen Affenarten u. a. auch Faultiere, Schönhörnchen und ein Gürteltier. Dieses Projekt kostete 7,7 Mio. Prof. Dr. G. Brandes war Zoodirektor (1910 bis 1934), und mit dem neuen Tierhaus bleibt nun auch sein Name unvergessen. Dresdner Zoo erhöhte zum 1. Juli die Eintrittspreise. Erwachsene zahlen nunmehr 10 € statt 8 €. Eine ermäßigte Karte verteuerte sich um 1,50 €. Eine Familienjahreskarte kostet 70 € statt 65 €. Für Kinder bleibt der Eintritt konstant – 4 €. Man verweist zur Begründung auf gestiegene Energiekosten. Umwelt. Nur rund 35% der in Sachsen entsorgten gefährlichen Abfälle stammen aus dem Freistaat. 37% werden aus anderen Bundesländern nach Sachsen gebracht. 28% kommen aus dem Ausland. Mit diesen Importen kamen im Jahre 2008 rund 1,4 Millionen Tonnen Sondermüll zusammen. 2007 waren es rund 170.000 Tonnen weniger. Sachsen exportiert jedoch auch gefährliche Abfälle: Im Jahr 2008 wurde ein Drittel zur Entsorgung in andere Bundesländer gebracht und eine Restmenge von 8.000 Tonnen ins Ausland. Forschung u. Kultur. Am 4. Juli lud das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) zum Tag des offenen Labors ein. Unter dem Motto „Von der Nanowelt zum Universum – Magnete, Strahlen, Energie und Umwelt“ gab es über 50 Großgeräte und Labore zu besichtigen. Es kamen fast 6.000 Besucher ins Forschungszentrum FZD. Am 3. Juli begann der Orgelsommer in der Kreuzkirche. Während der Sommerferien erklingen jeden Samstag Orgelmusik mit Kreuzorganist H. Gehring und renommierten Gastorganisten aus dem gesamten Bundesgebiet. Zum 12. Mal lud die Museum-Sommernacht zum Bummeln, Staunen und Mitmachen ein. Offen waren 51 Schlösser und Palais, Galerien und Salons, Bauernhäuser, Kraftwerke und Kanäle. Beim Ranking des Deutschen Bibliotheksverbandes (BIX) belegten die Städtischen Bibliotheken Dresden insgesamt den ersten Platz. Es nahmen über 260 Hochschul- und Stadtbibliotheken teil. Dabei erreichte die Dresdner Bibliothek wie in den Jahren zuvor bei der besonders hoch gewichteten Kundenorienteirung das beste Ergebnis, den 1. Rang. Am 15. Juli starteten die Filmnächte am Elbufer in ihre zwanzigste Saison. Mehr als 2.000 Besucher zählten die Veranstalter gleich am ersten Abend. Insgesamt warten 63 Filmveranstaltungen auf die Freunde des Filmgenusses unter freiem Himmel. Am 15. Juli wurde zum 19. Mal auf der Hauptstraße „WeinSommer“ eröffnet. Weinerzeuger präsentierten 400 Weine, Sekte und weitere Spezialitäten aus ihren Anbaugebieten. Am 17. Juli fand die 2. Dresdner Schlössernacht statt. Die Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg verwandelten sich in eine Kulturlandschaft mit mehr als 180 Künstlern auf 13 Bühnen, mit kulinarischen Erlebnissen und fantasievollen Lichtprojektionen. Am 30. Juli brechen 730 Jungen und Mädchen aus dem Bistum Dresden-Meißen zur großen internationalen Wallfahrt auf nach Rom, zu der der Weltverband der Ministranten eingeladen hat. Höhepunkte sind das internationale Programm mit Abendgebet auf dem Petersplatz und die Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. Die 17-jährige Dresdnerin L. Sauermann hat bei der 51. Internationalen Mathematik- Olympiade im kasachischen Hauptstadt Astana Gold geholt. 517 Schülerinnen und Schüler aus 97 Ländern hatten an dem Wettbewerb teilgenommen. Sport. Das 15. Fahrradfest der Sächsischen Zeitung startete am 11. Juli. 6 verschiede Distanzen waren im Angebot. Zu dem Fahrradtreffen, das seit 15 Jahren stattfindet und zu den größten seiner Art in Deutschland zählt, kamen 9.940 Teilnehmer – neuer Besucherrekord. 35% waren weibliche Starter, 65% männlich. 1. Juli 2010 Gesellschaft und Ereignisse. In Dresden standen Ende 2009 29.500 von insgesamt 292.454 Wohnungen leer. Rund 5.000 Wohnungen sind aufgrund ihres schlechten Zustandes oder durch bevorstehenden Abriss nicht vermietbar. Berücksichtigt man die Fluktuationsreserve (d.h. den Leerstand für Umzüge oder Renovierungen) von rund 9.000 Wohnungen, ergibt sich ein vermietbarer Wohnungsüberhang von rund 16.000 Wohnungen. Ein neues Programm soll Aussteigern aus der rechtsextremen Szene in Sachsen den Weg ebnen. 260.000 € will der Freistaat dafür jährlich ausgeben. Die rechte Szene umfasst etwa 1.500 Personen. Man hofft, etwa 10% von ihnen ansprechen zu können. Die Betroffenen werden nicht nur beschützt, sondern auch von Sozialarbeitern betreut. Die Kampfmittelräumung in der Elbe in Dresden ist abgeschlossen. Seit Februar 2010 wurden insgesamt 109.000 Quadratmeter Flussgrund im Stadtgebiet abgesucht und von allen größeren metallischen Gegenständen befreit. In den vergangenen zwei Jahren waren vier Fliegerbomben gefunden worden. Am 4. Juni fand auf 50 Meter lange Strecke zwischen „Walzke“ und „Landstreicher“ das 1. Dresdner Stöckelschuhrennen statt. Leicht bekleidete Damen auf hohen Absätzen mit einem Bierfass unter dem Arm sollten diese Strecke ohne Verletzungen von Mensch und Material bewältigen. Am 12. Juni haben in Dresden mehrere Tausend Schwule und Lesben den „Christopher Street Day“ (CSD) gefeiert. Am traditionellen Straßenumzug durch die Innenstadt nahmen rund 4.500 Menschen teil. Im Umzug waren auch der Verein „Schwule und Lesben an der Uni“, die evangelische Kirche, und Vertreter der Parteien Bündnis 90/Die Grünen, SPD und CDU vertreten. Wirtschaft/Forschung. Das größte Passagierflugzeug der Welt A380 mit 83 Metern Länge und 24 Metern Höhe landete am 2. Juni zwischen zwei Trainingsflügen in Dresden. Etwa 3.000 Beobachter waren vor Ort. Bis zum Jahresende erhält die Lufthansa weitere vier ihrer 15 bestellten A380. Eine komplette Chipfabrik für die Forschung wurde in Dresden eröffnet. Die Fraunhoffer-Gesellschaft baute diese Mini-Fabrik, IZM-Assid, für knapp 50 Mil. Euro. Ihre Mitarbeiter sollen 3D-Chips entwickeln. Der Chip-Standort Dresden bekommt mit Assid die Chance, bei dieser neuen Technologie weltweit führend dabei zu sein. Die arabischen Eigentümer des Chipherstellers Globalfoundries investieren zusätzlich 1,2 Milliarden Euro in ihren Dresdner Standort. Mit dem Geld soll ein neues, 10.000 Quadratmeter großes Reinraumgebäude entstehen, wo 3.000 Mitarbeiter 80.000 Wafer mit einem Durchmesser von 300 Millimetern monatlich produzieren sollen. Damit stellt sich die Fabrik in Dresden an die Spitze in Europa. Derzeit beschäftigt Globalfoundries in Dresden rund 2.600 Mitarbeiter. Bildung. Am 23./24. Juni ging die Fachmesse für Ausbildung und Studium „vocatium Dresden“ in die dritte Runde. Rund 1.880 Schüler haben im Internationalen Congress Center Dresden mit 47 Unternehmen, Hochschulen, Berufsfachschulen und Beratungsinstitutionen Gespräche über Studienfächer und Ausbildungsangebote geführt. Umwelt. 100 Jahre Kläranlage Dresden-Kaditz: Rund 400 Mitarbeiter behandeln das Abwasser von rund 650.000 Menschen und reinigen pro Jahr 60 Milliarden Liter Schmutzwasser, betreuen 1.700 Kilometer Kanalnetz sowie unterhalten, sanieren und bauen neue Abwasseranlagen. Rund 50 Tonnen Schlamm, 4 Tonnen Rechengut und 3 Tonnen Sand filtern sie täglich aus dem Abwasser, um die Elbe sauber zu halten. Dank dieser Arbeit leben heute wieder 45 Fischarten in dem sächsischen Strom. Die Kosten für Elektroenergie belaufen sich bei der Stadtentwässerung auf jährlich rund 2,8 Mio. Euro und die für Erdgas auf 1,7 Mio. Euro. Der Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft in Dresden beschloss, dass die 24.000 blauen Altpapiertonnen der derzeit neun privaten Entsorgungsfirmen verboten werden. Das von den privaten Unternehmen gesammelte Altpapier gehe der Stadt verloren, und die Einnahmen aus Altpapierverkauf sinken, heißt es in dem Beschluss. Welches System zukünftig für die Entsorgung des Altpapiers herangezogen werden soll, steht noch nicht fest. Kultur. Von 19. Mai bis 6. Juni wurden bei den Dresdner Musikfestspielen russische Orchester wie das des Mariinsky Theaters St. Petersburg, das Russische Nationalorchester und das Orchester des Bolschoi Theaters präsentiert. Mit einem Besucherrekord sind am 6. Juni die 33. Dresdner Musikfestspiele zu Ende gegangen. So stieg die Auslastung auf 93%. Besonders populär waren dieses Jahr Konzerte mit russischen Stars. Mit einem Festakt wurde am 6. Juni in Meißen der 300. Geburtstag der Porzellan-Manufaktur Meißen gefeiert. Kultureller Höhepunkt des Festaktes auf dem Meißner Domplatz war ein Konzert des St. Petersburger Mariinsky-Theater-Symphonie-Orchesters. Gleichzeitig wurde der mit Dresden eng verbundene Komponist Robert Schumann gefeiert, der vor 200 Jahren in Zwickau geboren wurde. Vom 8. bis zum 13. Juni präsentierte das Sächsische Vocalensemble das Robert-Schumann-Fest in Dresden. Die Oberbürgermeisterin Helma Orosz hatte für die Festwoche die Schirmherrschaft übernommen. Das Ehepaar Schumann lebte von Dezember 1844 bis August 1850 in Dresden. In diesem Zeitraum entstand rund ein Drittel des Gesamtwerkes. Am 1. Juni 1950 fuhr in Dresden die Kindereisenbahn das erste Mal durch den Großen Garten Ihr 60. Geburtstag wurde fröhlich gefeiert. Seit 1990 nennt sich die Bahn „Dresdner Parkeisenbahn“. Bisher haben über 24 Millionen Fahrgäste eine Fahrt mit ihr unternommen. Am 5. Juni fand die 6. „Nacht der Kirchen“ statt. Über 60 evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden sowie die Russisch-Orthodoxe Kirche öffneten ihre Pforten und boten ein Programm aus Kunst, Musik, Theater, Tanz, Literatur, Orgelspiel, Turmbesteigungen und Führungen. Nach Ende des Schabbats öffneten sich dann auch die Pforten der Neuen Synagoge. Am 12. Juni lud der Dresdner Flughafen die Kinder der Stadt zum Besuch ein. Das Kinderfest startete mit einer Mini-Tour über Vorfeld. Danach schloss sich ein Besuch in der Feuerwache an. Dort konnten die Kinder in Löschfahrzeugen mitfahren und zuschauen, wie ein Brand gelöscht wird. Am 12. Juni fand im Kultur-Rathaus ein Konzert der Solistin des Bolschoi Theaters (Moskau) und der Semperoper, Soja Smoljaninova, statt. Im ersten Teil des Konzertes waren Werke von R. Schumann, J. Brahms und E. Grieg vertreten, im zweiten Teil Romanzen von P.I. Tschaikowsky und S. Rachmaninow. Am Klavier wurde die Sängerin von Galina Kulakova begleitet. Das Konzert wurde vom Verein „Kunstarche“ organisiert. Die Zuhörer dankten der Sängerin mit großem Applaus. Dresdens jüngste Autoren, acht bis zehn Jahre alt, präsentierten am 18. Juni auf einer neu eingerichteten Kinderlesebühne ihre Geschichten. Ort der ungewöhnlichen Lesung war das Treibhaus Katharinenstraße. Am 18. Juni fand die 8. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften statt. Vier Dresdner Hochschulen sowie 32 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und wissenschaftsnahe Unternehmen öffneten ihre Häuser, Labore, Hörsäle und Archive für die Öffentlichkeit. Am 28. Juni wurde in der Galerie der Kunstmalerin Yevgeniya Leybel ein Vortrag aus dem Zyklus „Künstler der Welt“ mit dem Thema „Pierre Auguste Renoir“ veranstaltet. Ab 28. Juni führte die Gesellschaft zur Hilfe Kriegsveteranen in Russland e.V. (Leiterin Dr. Hannelore Danders) unter Schirmherrschaft des Heidenaus Oberbürgermeisters Michael Jacobs in der Galerie des Rathauses Heidenau die Ausstellung „Gesichter Russlands“ durch. Öffnungszeiten der Ausstellung Mo.-Do. 8.30-12.00 Uhr und 13.00-15.30 Uhr, Fr. 8.30-12.00 Uhr. 1. Juni 2010 Gesellschaft und Ereignisse. Ab 1. Mai öffnete der diesjährige Dresdner Frühjahrsmarkt. Bis zum 24. Mai boten täglich über 100 Händler ihre Waren aus einem breiten Sortiment an. Für die Wochenenden und die Feiertage hatte das Amt für Wirtschaftsförderung abwechslungsreiche Kulturprogramme auf der Marktbühne organisiert. Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen startete am 5. Mai am Hauptbahnhof eine Parade von Menschen mit und ohne Behinderung. Sie führte zur Zentrum-Galerie. Unter dem Motto „Wir alle sind Dresden“ lud in der Galerie ein bunter Mix aus Musik, Theater und tollen Aktionen ein. Am 8. Mai begingen Mitglieder und Sympathisanten der linken Parteien den Tag der Befreiung vom Nazismus. Die Kranz- und Blumenniederlegung fand am Ehrenmal des Sowjetsoldaten und auf dem Garnisonsfriedhof statt.
Die Oberbürgermeisterin ist am 11. Mai 57 Jahre alt geworden. Seit knapp zwei Jahren steht Helma Orosz an der Spitze der Stadt. Sie verbuchte Erfolge, musste aber auch heftige Kritik einstecken. Wer sie trifft, begegnet einer couragierten, tatkräftigen, aber häufig auch angespannt wirkenden Frau. Sie ist mittlerweile zweifache Großmutter. Am 17. Mai, anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie, also der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Liebe und Transsexualität, organisierte der Landesverband Sachsen des „Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland“ (LSVD Sachsen) den Start eines Luftballons über dem Dresdner Theaterplatz, als ein eindeutiges Zeichen gegen Gewalt und Vorurteile gegenüber homo- und transsexuellen Menschen . An der Elbe, wenige Meter unterhalb der Eisenbahn-Marienbrücke, wurde vom Grund des Flusses am 17. Mai eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gehoben. Am 18. Mai sprengte der Kampfmittelbeseitigungsdienst diese Bombe. Um die Kita-Versorgung in Dresden zu sichern, muss die Stadt außerplanmäßig 15 Mio. € nachschießen. In Dresden wurden mehr Babys geboren, als vorbedacht, und das zieht einen wachsenden Platzbedarf in Krippen nach sich. Teurer wird das Kita-Netz unter anderem auch, weil die Mittel vom Freistaat geringer flossen als ursprünglich geplant. Das sächsische Innenministerium plant im Zuge der Polizeireform die Zahl der Polizeidirektionen im Freistaat von derzeit sieben auf fünf zu reduzieren. Auch die Zahl der Reviere soll reduziert werden. 2009 sank der Bierabsatz in Sachsen um 3% auf 8,6 Millionen Hektoliter. Das sind 145 Liter Bier pro Person - und deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt mit 110 Litern. 63% alle verkauften Biere waren als Pils gebraut. Soziales. Etwa 12% aller Sachsen (fast eine halbe Million) beziehen derzeit entweder Sozialhilfe oder Hartz-IV. Im Jahr 2009 gingen knapp 92.000 Widersprüche gegen Hartz-IV und Sozialhilfe-Leistungen bei den sächsischen Argen ein. Mehr als 23.000 Widersprüchen wurde stattgegeben. Im vergangenen Jahr erhielten die drei sächsischen Sozialgerichte in Chemnitz, Leipzig und Dresden rund 16.000 neue Klagen. Allein am Sozialgericht Dresden gab es von Januar bis Ende März dieses Jahres fast 2.000 neue Klagen. Mehr als 15.000 Klagen erledigten die Richter 2009. Rund 16.230 Klagen waren am Anfang dieses Jahres noch nicht entschieden. Im Durchschnitt stellen knapp 3000 Haushalte monatlich einen Wohngeldantrag. Mit einer Entscheidung des Amtes können die Antragsteller erst nach mehr als 16 Wochen rechnen. Der Sozialbürgermeister hat das Ziel verkündet, noch in diesem Jahr den Zeitraum zwischen dem Antragseingang und der Entscheidung der Wohngeldstelle auf maximal 8 Wochen zu verringern. Anfang Oktober 2009 lag die Zahl offener Anträge bei über 9000. Doch in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 konnte ihre Zahl auf rund 7 000 abgebaut werden. Wohltätigkeit. Der Geschäftsführer des Dresdner Restaurants „Stroganow“, Alexander Tanz, überreichte in seinem Restaurant dem Leiter des Kinderheims in Volkersdorf, B. Born, eine Spende im Wert von 250 €. Im Kinderkurheim Volkersdorf verbringen Kindergruppen aus den von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl betroffenen Gebieten abwechslungsreiche Wochen. Über 25.000 € aus Sachsens Bildungseinrichtungen gingen bisher bei der Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova ein, um die Not im vom Erdbeben erschütterten Haiti etwas zu lindern. Die beeindruckende Summe stammt aus 48 Schulen und 4 Kitas. Allein in Dresden waren 28 Schulen für Haiti aktiv. Umwelt. Von Sachsens Landtag wurde einen Abfall-Untersuchungsausschuss eingesetzt. Mängel in der Abfallüberwachung, insbesondere hinsichtlich des Müllimports aus Italien, und die häufigen Brände in Recycling- und Abfallanlagen, haben diesen Untersuchungsausschuss notwendig gemacht. Bis Anfang Mai haben Mitarbeiter im Auftrag des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft etwa 257 Bäume gepflanzt. Die Pflanzungen kosteten rund 531.000 €. Bildung und Kultur. Sachsens Staatsregierung gab im Streit mit den Lehrern nach. Die angedrohte Zwangs - Teilzeit für rund 14.000 Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien ist vom Tisch. Es wird auch keine Änderungskündigungen geben. Damit sind alle Lehrer, die es wünschen, ab 1. August wieder vollbeschäftigt. Unter dem Motto „Brücke bauen – gemeinsam singen“ war das Internationale Kinderchorfestival mit über 350 jungen Sängerinnen und Sänger aus sieben Nationen vom 3. bis 9. Mai zum dritten Mal zu Gast in Dresden. Die Teilnehmer kamen aus Japan, Korea, Indien, Kasachstan, Kanada und China. Dresdner Schulen aller Bildungsstufen unterstützten das Chorfestival. Zum 40. Mal fand in diesem Jahr vom 8. bis 16. Mai das Internationale Dixieland-Festival statt. Zu Beginn des Festivals lud der Dresdner ZOO am 9. Mai zum „Dixieland in Familie“ ein. Es musizierten fünf Jazz- und Dixiebands auf zwei Bühnen. Für Kinder bis 10 Jahre war der Eintritt frei. Am 8. Mai verwandelte sich die Zentrum-Galerie in einen Tanzpalast. In der Partyreihe „Deutschland tanzt“ war Dresden nach Erfurt die nächste Etappe. Im gesamten Einkaufszentrum verteilten sich auf sieben Tanzflächen 20 DJs, die Partygäste konnten die ganze Nacht durchtanzen. Am 27. Mai wurde in der Galerie der Kunstmalerin Yevgeniya Leybel ein Vortrag aus dem Zyklus „Künstler der Welt“ mit dem Thema „Albrecht Dürer“ veranstaltet. In Jerusalems Kunstmuseum wurde eine Ausstellung zur Befreiung vom Nazismus eröffnet. Die Kunstmalerin war dazu eingeladen worden.
Vor den Schulferien wurde die „ZMO Jugend“ nochmals aktiv. Am 22. Mai stellte sie mit dem Erfolg ein Stuck von Tennessee Williams vor, am 29. Mai ein Konzert mit den Liedern und Tänzen. Autowelt. ADAC Sachsen hat eine Stiftung für Jugend, Motosport und Verkehrssicherheit gegründet. Die Organisation will Kinder und Jugendliche im Motosport unterstützen. Zudem wirkt sie aktiv bei Projekten der Verkehrserziehung und Unfallverhütung mit. Mit dem Stiftungsgrundstock in Höhe von 6 Mio. € sollen Nachwuchsfahrer im Leistungszentrum Motorrad-Rennsport Sachsenring gefördert werden. Aus der Verkehrsstatistik 2009 geht hervor, dass in Dresden wöchentlich im Durchschnitt 17 Autos gestohlen werden. 555 Autos wurden im Jahr 2008 gestohlen. Im vergangenen Jahr waren es 893 Autos. Im Vergleich zum Jahr 2007 war das sogar ein drastischer Anstieg um 120%. Eine 51-jährige Seat-Fahrerin wollte nicht die fällige Gebühr von 20 € beim Parken zahlen. Ein Opel-Fahrer (60) bot ihr Hilfe an: Sie sollte dicht hinter ihm die Schranke des Parkplatzes am Ferdinandplatz passieren. Doch es kam anders: Als der Opel gerade draußen war, donnerte die Schranke auf das Seat-Dach. Vor Schreck gab die Fahrerin Gas und krachte in das Heck des Opels vor ihr. Der Schaden: 1.000 €. Gegen den Opel-Fahrer wird wegen Anstiftung zum Schwarzparken ermittelt. |