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Über das Schachfestival in Dresden und nicht nur Boris Rozov Übersetzerin Anneke Sittner
Der Autor beklagt sich: immer weniger Migranten aus GUS-Ländern gibt es in Dresden. Die Redaktion ist hier nicht einverstanden. „Die Unseren“ integrieren sich, nehmen an dem Leben dieses Landes aktiv teil und werden nicht mehr als Fremde identifiziert. Sollte das schlecht sein? (Red.) |
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Mitte August lief in Dresden das traditionelle Schachfestival zu Ende (ZMDI Schachfestival Dresden). In dem Hotel Ramada schon zum 20. Mal kämpften gegen einander die Schachspieler aus 16 verschiedenen Ländern, darunter auch aus so fernen Ländern wie USA, Brasilien, Indien. Bei den zahlreichen Turnieren fiel natürlich das sogenannte Dresden Open, bei dem über 20 Großmeister und genauso viele Meister teilgenommen haben, besonders auf. Nach den 9 Touren kam ein unerwartetes Ergebnis. Die drei ersten Plätze bestiegen die Vertreter der Russischen Föderation. Den ersten Platz bekam der Großmeister Worobjew. Dieses Festival ist ein guter Anlass die Dresdner Schachspieler zu erwähnen, die Abkömmlinge der ehemaligen Sowjetunion. Es gibt wohl keinen einzigen Wettbewerb, wo sie nicht teilnehmen würden (wie bekannt, hat Dresden ein sehr reges Schachleben), sei es Stadtwettbewerb, Festivals, Klubs-Intern oder die sogenannten Integrationstourniere. Die letzteren sind unter uns besonders bekannt. Neulich fand ein solcher in Rahmen des Partnerstadt-Programms zwischen Dresden und Sankt-Petersburg statt. Davor wurde in Rahmen des Marktes der Kulturen in Pirna der „Schach ohne Grenzen“ organisiert. Und hier üblicherweise sind die „unseren“ den anderen voran; „die sowjetische Schachschule“! Bald beginnen die Integrationstourniere für Erwachsene und Kinder während der Interkulturellen Tagen und des 9. Dresdner Spielfest in der Johannstadt.
Von Kindern erzähle ich ein wenig später. Die Erwachsenen allerdings haben trotz ihrer Energie und Erfolge noch mit einigen Problemen zu schaffen. Jahr für Jahr spielen immer dieselben. Dabei bleiben von den „unsrigen“ immer weniger: jener ist in andere Stadt gezogen, der andere musste Schachspiel aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Und es gibt kaum noch neuangekommene Einwanderer. Was wird dann mit dem Nachwuchs? So sind Zweier (eine Schachspielerin und Spieler, die nach Dresden mit ihren Kindern gekommen sind) hier Master von internationaler Bedeutung geworden. Doch dann… Ausbildung, berufliche Interessen… und man sieht sie nicht mehr am Spielbrett. Man will hoffen, dass nicht alles so trüb aussieht. Bei den Kinderturnieren in der Stadt kommen auch „unsere“ Namen vor. In dem „Kinder- und Elternzentrum Kolibri“ werden die Kinder schon mit 4 Jahren in das uralte Spiel eingeführt, hier finden die internen Tourniere statt. Man sollte es sehen, diese Begeisterung, dieses Interesse bei den jungen Spielern! Ein gutes Zeichen. Ich habe hier keinen einzigen Namen genannt. Wozu? „Unsere“ besten Schachspieler sind auch so bekannt. Warten wir auf neue Namen. September 2011
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