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Den großen Teil der freien Zeit verbrauchen unsere Kinder während des Umgangs mit Freunden. Ein Bisschen weniger geht für das Fernsehen drauf, noch weniger für das Lesen von Büchern. Besuche von Theatern und Konzerten nehmen weniger als acht Prozent der Freizeit ein. Sie werden von Computerspielen und Sport verdrängt. Wohin können die Jugendlichen sich wenden, um so viel wie nur möglich von all diesen Möglichkeiten wahrnehmen zu können? Russischsprechenden ist die Adresse bekannt: Kipsdorfer Str. 100. Dort befindet sich ZMO Jugend e. V. Diese Gruppe der bundesweit agierenden gesellschaftlichen Organisation unter der Bezeichnung „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ wurde in unserer Stadt Dresden am 9. Mai 1996 registriert. Seit dieser Zeit hat schon mehr als eine Generation Jugendlicher die gastfreundlichen Räume dieser Gesellschaft kennengelernt. Die Gesellschaft war von einer Gruppe junger Spätaussiedler für die Jugend verschiedener Nationalitäten geschaffen worden, – für ihre soziale und kulturelle Integration in Deutschland und die Überwindung nationaler Vorurteile, für den interkulturellen Dialog. Wichtige Ziele sind die gemeinsame Arbeit mit den Jugendorganisationen Deutschlands und des Auslandes. Valentina Ohngemach und Wladimir Tschurikow beraten Erwachsene und Kinder in den Fragen der Erziehung und dem Schutz der Jugend. Es ist ein gemeinnütziges Bündnis für den Kampf gegen den weitverbreiteten Pessimismus, den die 60 Mitglieder und die 15 Mitarbeiter der Organisation führen, die Mehrheit wirkt ehrenamtlich dabei mit. Wer ein Jugendlicher ist, ergibt sich nicht nur nach den Daten des Passes. Zwei Jahre hintereinander führte die ZMO Jugend ein Fußballturnier unter der Losung „Dresden für Toleranz“ durch, koordiniert von Wladimir Tschurikow. An den Wettbewerben nahmen Teams mit Kickern verschiedenen Alters aus Dresden und anderen Städten Deutschlands teil. In der Organisation gibt es zahlreiche andere Projekte, die helfen, die Talente der Jugendlichen zu entdecken und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Im Kraftsportraum trainiert Viktor Fursow Kraftsport und Boxen. Natalie Klimov unterrichtet Volleyball und Basketball. Man kann auch Fußball spielen. Auf Wunsch gibt es Billard und Tischtennis. Moderne und lateinamerikanische Tänze lehrt Olga Golikow, und beim Erlernen des Bauchtanzes hilft Olga Illg. Gesangsunterricht lehrt Lilia Lipatow, ebenso Klavier- und Keyboardspielen. Unter Leitung von Wladimir Tschurikow kann man Schauspieler für das Theater „Kontakt“ (14-25 Jahre) oder «MIX» (6-12 Jahre) werden, und die ganz kleinen Schauspieler (3-6 Jahre) begreifen die Anfangsgründe des Schaffens auf der Bühne zusammen mit der Lilia Lipatov und Sabina Kutepov im Theater „Krümel“. Wie man Filme macht, zeigt Anastasia Winokurowa. Das ist noch nicht alles, es gibt viele neue Pläne: Unterricht der russischen Sprache, die Eröffnung des Studios der darstellender Kunst für künftige Künstler und das Projekt „ Integration durch die Musik“, mit der Vorbereitung und die Durchführung von Gastkonzerten in den Kindergärten und Schulen.
Die Leiter des Vereins greifen die Ideen der Jugendlichen auf, berücksichtigen ihre Wünsche, bemühen sich, ihre Selbstständigkeit und organisatorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Für jene, die ein neues Projekt vorschlagen, werden Konsultationen durchgeführt und bei der Zusammenstellung der Dokumente geholfen. Vom Montag bis den Samstag ist der Club geöffnet. Es wird trainiert und viel geplaudert zwischen den Erwachsenen und den Kindern. Man teilt sich die Eindrücke über den Alltag mit. Tischtennis-Turniere, Billiard-Turniere und die kollektive Computerspiele werden durchgeführt. Auf die improvisierte Bühne zeigen die jungen Schauspieler, was sie können, geben Vorstellungen. Es werden auch festliche Disko-Abende veranstaltet. Am Ende Mai dieses Jahres fand ein Konzert statt, das von den Teilnehmern verschiedener Projekte organisiert worden ist. Russische Scherzlieder und die italienischen Lieder wurden vorgetragen, die Rockgruppe ließ klassische und Pop-Melodien ertönen. Es gab Lieder zur Gitarre, heiße Tänze und eine Theatervorstellung. Die Kinder und die jungen Leute, die am Leben der Gesellschaft teilnehmen, wählen für sich die ihnen attraktivste Beschäftigung und gestalten sich so ihre Freizeit, stellen ihre Kräfte nach dem harten Arbeitstag wieder her. Das hilft ihnen bei ihrer Entwicklung und macht Eindruck auch bei den Freunden. Sie helfen einander, die ererbte Kultur nicht zu vergessen und vieles neu zu erfahren. Ich wünsche den jungen Lesern, dass sie ihre Möglichkeiten nicht nur während des Studiums und der Arbeit, sondern auch während der Freizeit verwirklichen. Der schöpferischen Erfolge Ihnen, unsere junge Generation! Juli 2010 |
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